Dienstag, 18. März 2014

schon mit 13 habe ich mir ausgemalt, wie ich später aussehen würde. es war der erste zeitpunkt, an dem ich das erwachsen-werden akzeptieren konnte.
ich hatte schon als kind erkannt, dass meine zeit als kind wirklich begrenzt war. ich komme mit endlichkeit einfach nicht klar. schon der geburtstag von der 9 zur 10 war schmerzlich. nie mehr würde mein alter nur noch eine ziffer sein. wahrscheinlich bleibt sie immer zweistellig.

heutzutage ist es total hipp sich das innere kind zu bewahren und rumzuheulen, weil man aufeinmal 24 jahre alt ist und nicht mehr 23. das fortschreitende alter der feind einer ganzen generation.
was für ein blödsinn eigentlich.
aber kommen wir auf den anfang zurück. wie aufregend war es sich vorzustellen, wie das eigene leben verläuft?
mit 13 habe ich mir kribbelig vorgestellt, wie ich wohl mit 16 aussehen würde. 16 war in meiner vorstellung steinalt. selbst die protagonisten aus meinem lieblingscomic "wendy" waren nur 15 und in meinen augen schon total erwachsen.
ich habe mir ausgemalt, wie hübsch ich mal werden könnte. wow. habe ich dann schöne lange haare? und werde ich schöne große brüste bekommen? ein thema, was irgendwann wohl für jedes mädchen relevant wird.

und die zeit vergeht irgendwie wie im flug. damals, wo selbst die 6 wochen sommerferien eine halbe ewigkeit waren, hat man das gar nicht so wahrgenommen. wenn ich jetzt drüber nachdenke, wie viel aber auch in der zeit von 13 bis jetzt 22 passiert ist, dann denke ich wirklich: wo ist die zeit geblieben? es kommt mir vor wie ein fremdes leben. ich blicke darauf zurück und fühle mich wie eine zuschauerin von meinem eigenen leben.
mit 16 sah ich gar nicht so erwachsen aus, wie ich es mir vorgestellt habe:

























Okay natürlich habe ich mich in den 3 jahren verändert, aber so erwachsen, wie ich mich selbst ausgemalt habe, sehe ich beim besten willen nicht aus. wenn ich ehrlich bin, bin ich etwas erschrocken, wie wenig ich mich wirklich verändert habe. na gut, ich bemerke schon vieles an meinem körper, was auf das zunehmende alter deutet, doch trotzdem kann ich es niemanden verübeln, wenn man mich nicht für 22 hält. mit 16 habe ich mir nämlich vorgestellt, wie es sein würde vollkommen erwachsen zu sein. 20 oder jetzt gar 22 war der absolute wahnsinn.
ich habe gedacht, ich würde schon absolut im leben stehen und äußerlich absolut erwachsen sein:

zwischen diesen beiden bildern liegen 6 jahre.
6 jahre in denen mein leben die reinste achterbahn war. in denen ich aber jetzt mit viel stolz sagen kann, gewachsen bin. nein ich bin immer noch 1,68 aber in mir drin wohnt eine andere jana, als noch vor 6 jahren. in mir drin ist die erwachsene jana genauso zuhause, wie noch die kleine jana, die ich mir erhalten habe. die mir vielleicht nicht immer gut tut. unvernünftig und kindisch ist. aber ich hoffe trotzdem, dass sie mich niemals verlässt.
ich mache mir jetzt keine gedanken mehr darüber, wie ich mit ende zwanzig aussehen werde. wahrscheinlich immer noch genauso wie jetzt. aber mit ende zwanzig noch auszusehen, wie mit anfang zwanzig, finde ich nicht die schlechteste prognose für die zukunft.

aber vielleicht wendet sich ja auch das blatt und ich sehe mit ende zwanzig aus, wie mit mitte dreißig. die zukunft ist und bleibt ungewiss. ich werde jetzt meine bachelorarbeit schreiben, aber wo mich meine berufliche zukunft wirklich hintreibt, ist mir bis heute fraglich. eine schreckliche ungewissheit. schrecklich schön.







you'll be a city girl
and saying goodbye to the sweet simple life that you knew
it's true
you're through
through with the old world