Freitag, 25. September 2015

"HIERZULANDE MUSST DU SO SCHNELL RENNEN, WIE DU KANNST, 
WENN DU AM GLEICHEN FLECK BLEIBEN WILLST."

die ereignisse überschlagen sich. 
ich fühle mich benebelt, berauscht, fast schon benommen. regungslos und doch voller aufregung bleibe ich stehen. der tatendrang tanzt fröhlich in mein herz. er lässt es pochen.  fast zerspringen. 
mein ehrgeiz wacht langsam auf, er reibt sich den schlaf aus den augen und blickt mich erwartungsvoll an. zaghaft huscht ein lächeln über meine lippen. 
vergessen sind all die unvollkommenen momente voller frust. sehnsucht und eine unerwartete nostalgie drehen gemeinsam pirouetten.
so viel hat sich bereits verändert und so viel wandel steht noch bevor.
immer weiter. immer weiter. ich renne. ich eile. 
und doch habe ich das gefühl ständig hinterherzulaufen. nicht anzukommen. 
aber wie heißt es so schön: der weg ist das ziel. 
und wenn die richtung stimmt, dann werde ich auch nicht auf der strecke bleiben.

 

it's getting faster, moving faster now, it's getting out of hand.

Dienstag, 8. September 2015



der gedanke der konkurrenz ist in unserem alltag mittlerweile allgegenwärtig.
die menschen neigen immer mehr dazu sich selbst und auch andere anhand von oberflächlichen, teilweise mangelhaften und lächerlich unbedeutenden beobachtungen zu definieren. was laut wilhelm busch die aufrichtigste form der anerkennung sein soll, ist in meinen augen mehr bremse als motor. von neid zerfressen wird alles und jeder verglichen und das selbstbewusstsein durch selbstbeweihräuchernde posts gepusht, um den täglichen wahnsinn irgendwie ertragen zu können. gute gedanken, werteverständnisse und tugenden werden von der neidspirale erfasst und erstickt.

die ständige missgunst schafft leid: sie tut nicht nur unseren mitmenschen unrecht, sondern schadet vor allem einem selbst. verbunden mit frust werden die neidgefühle  mit einer ausgeprägteren selbstpräsentation kompensiert. um jenes, was man bei anderen beanstandet, dann selbst zu machen.  wie viel davon ist noch echt?
und wie viel davon gehört zu der glanzvollen fassade mit der ein idealisiertes selbstbild geschaffen werden soll?
einzigartigkeit und charakter gehen verloren. gelenkt von minderwertigkeit wird die eigene verunsicherung von der inszenierung des gewünschten selbst überdeckt.

damit aber missgunst und täuschung ihre zerstörerische kraft verlieren, muss man sie sich erst einmal eingestehen und sich vor allem von übertriebenen vergleichen mit anderen lösen. wie arthur schopenhauer schon einmal sagte: "wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt."
also: kein jammern, kein hardern, kein verurteilen oder verachten.
sondern augen auf: das leben kann so schön sein -  auch oder vor allem ohne tausend prestigeobjekte oder raster, in die man gefälligst zu passen hat.



Mittwoch, 2. September 2015





das ist die geschichte vom suchen und finden. nur wer suchet, der auch findet.
doch manchmal wird aus dem suchenden ein verirrter, der selbst dann das nicht sieht, was er schon längst gefunden hat. 
vom größenwahn gepackt,  verlaufen wir uns in vorstellungen und erwartungen, die uns im endeffekt blinder machen, als uns den weg zu leiten.

 

 "Das, worauf es im Leben ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönste Freude erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet." - der kleine prinz