Dienstag, 30. August 2016


mit einem wisch ist alles weg - früher ein spruch für die revolutionierung der hygiene kultur - heute suchen wir so die große liebe. doch das einzige was verschwindet, ist einzig und allein die würde. und nicht zu vergessen auch der selbstwert. am ende liegen wir alleine im bett, starren auf einen rund 10 zentimeter langen kasten und warten voll erwartung darauf, das er aufleuchtet. diamonds are a girls best friend - ohja das ist ja so obsolet. heute sind die funkelnden whatsapp-, facebook-, instagram nachrichten die besten freunde eines jeden mädchens. oder sogar eines jeden menschens. gendertrennung ist ja auch so überholt. virtuelle aufmerksamkeiten lassen unsere herzen rasen, klopfen, sie fast zerplatzen. und doch bleiben sie leer. wie wäre, wie würde, wie könnte - so seelenlos, so nichts sagend, so banal. tick, tack, tick, tack, tick tack. weitere unvollkommene farblose momente ziehen vorbei. so dumpf, so ermüdend. und doch sitzt uns die rastlosigkeit im nacken, reibt grinsend die hände aneinander. losloslos, sonst verpasst du noch etwas. also hetzen wir weiter und denken, dass wir nur so unser leben wirklich erleben. und egal wie viel und wen wir alles verschlingen, ausprobieren. befriedigt sind wir nicht. der durst wird nie gestillt, nur betäubt. es muss doch was besseres geben, was schöneres kommen. warum jetzt festlegen? wir sind doch alle ach so frei und so glücklich. wir haben doch noch so viel zeit. stolpern weiter, konsumieren, tanzen, stopfen uns voll und gehen abends mit unserem smartphone in der hand schlafen. tick tack tick tack.

Dienstag, 8. März 2016

pushpushpush

"To be nobody but yourself in a world which is doing its best, night and day, to make you everybody else means to fight the hardest battle which any human being can fight; and never stop fighting."

 - e e cummings





in einer welt in der authentizität, selbstverwirklichung und einzigartigkeit das maß aller dinge sind und doch alle gleich sind. in der weltoffenheit gepredigt wird und doch die engstirnige boniertheit herrscht. in der tiefgründigkeit und substanz als das interessanteste gilt und doch niemand über den eigenen tellerrand blickt. in der jeder vegane burger fotorafiert wird und doch jeder nachts zur dönerbude um die ecke läuft. in der pseudointerllektuelle dinge in sozialen netzwerken geteilt werden und heimlich dschungelcamp geguckt wird.





gib dir die erlaubnis, du selbst sein zu dürfen. keine verbesserte version von dir selbst. keine vergleichende, angepasste version. die erwartungen, die du denkst erfüllen zu müssen, vor diese, stellst du dich selbst. zeit sich ein stückchen davon zu distanzieren, zu befreien.
und schon kommt die glaubwürdigkeit von ganz alleine.

so schwer & so leicht.
mehr sein, weniger schein.