Donnerstag, 22. Oktober 2015




""im letzten viertel des zwanzigsten jahrhunderts, einer zeit, in der die westliche zivilisation zu rasch zur neige ging, um es sich wohlsein zu lassen, und doch wieder zu langsam, um richtig aufregend zu sein, hockte fast alle welt auf der kante eines immer teurer werdenden theatersessels und wartete – je nach persönlicher neigung – in furcht, hoffnung oder langeweile darauf, daß etwas bedeutsames passierte."

 - aus "Der Buntspecht" von Tom Robbins


Dienstag, 6. Oktober 2015

 
"doch was ist, wenn ich nicht aufhören möchte zu wünschen?", fragte das mädchen mit den haselnussbraunen haaren und drehte sich um. "was wäre es denn für ein leben ohne träume?", ihre stimme war leise, dennoch bestimmt. sie ließ den blick schweifen und ihre dünnen fingern umklammerten fest die kaffeetasse in ihrer hand. "was ist, wenn meine wünsche mich am leben halten? wenn sie mehr antrieb sind, als die realität jemals sein könnte? wenn es einfach nicht darauf ankommt, dass träume realisiert werden...zumindestens nicht alle." sie stellte die tasse auf dem fensterbrett ab und sah hinaus. dabei zwirbelte sie eine locke zwischen daumen und zeigefinger hin und her. "manche träume müssen sogar träume bleiben. wenn du menschen verbittest zu träumen, dann zügelst du gleichzeitig auch ihre fantasie. und menschen ohne fantasie, ohne vorstellungskraft wären verdorrt und verloren...jede veränderung, jede verbesserung und idee braucht den nährstoff der wünsche. sie bereichern und schmücken unser dasein. durch sie wird die welt zu einem bunten und schönen ort." es war deutlich herauszuhören, dass sie ihre entscheidung bereits gefällt hatte. sie lächelte. ich konnte es nicht sehen, aber ich war mir sicher, dass sie es tat. ihre worte waren keinerlei rechtfertigung, sondern eine befreiung.



you can't take my dreams. you can't take my dreams. you can't take and steal from this body.