Freitag, 21. Februar 2014


Ich wäre so gerne eines dieser einfachen Mädchen. Unbeschwert, spontan und zufrieden mit sich selbst. Aber ich stehe mir gerne selbst im Weg.
Ich mache Probleme aus Dingen, die keine sind, bin verunischert und setze mich auch gerne unter Druck.

Besonders dann, wenn es darum geht herauszustechen.
Wenn ich eines nicht leiden kann, dann ist es die Tatsache durchschnittlich zu sein.
Und alles in Allem bin ich schon ziemlich durchschnittlich. Ich bin hübsch. Aber auch nicht hübsch genug, dass sich die Leuten reihenweise nach mir umsehen. Ich bin intelligent. Aber nicht intelligent genug, um herauszustechen. Ich bin fleißig. Aber nicht diszipliniert genug, um wirklich etwas zu erreichen. Ich bin kreativ. Aber nicht so kreativ, dass ich in der Lage bin etwas zu erschaffen. Ich bin lustig. Aber nicht lustig genug, dass die Leute mich darüber definieren.
Wie man sieht: Ich bin alles andere als besonders. Und, wenn nicht mal ich das selbst sehen kann, wie soll ich Andere davon überzeugen?
Die Angst, nichts wirklich zu erreichen, quält mich.

Ich sehne mich nach Bestätigung. Aber keine Bestätigung, die von Außen kommt. Sätze, wie "Ich glaube an dich.", "für mich bist du besonders." oder "Du schaffst das!", tun meinem Ego zwar gut, aber ich bin auf der Suche nach mehr. Ich möchte gerne zu 100 Prozent hinter meinem Handeln stehen. Zufrieden mit mir sein. Stolz auf den Lebensweg sein, den ich einschlage.

Man sagt ja gerne: Kommt das Alter, kommt auch die Milde.
Ich hoffe es stimmt.
Ich bin mir selbst mein größter Gegner, aber was mich antreibt, ist Zuversicht, dass ich mit mir ins Reine komme. Und endlich akzeptiere, dass alles gut so ist, wie es ist.